Abdimstorch

Ciconia abdimii

Steckbrief

Länge:

82 Zentimeter

Gewicht:

1.500 Gramm

Ernährung:

Insekten

Gelege:

2 - 4 Eier

Zugverhalten:

Standvogel

Brutzeit:

30 Tage

IUCN:

nicht gefährdet (least concern)

BESCHREIBUNG:

Der Abdim- oder Regenstorch (Ciconia abdimii) wird innerhalb der Ordnung der Schreitvögel (Ciconiiformes) in die Familie der Störche (Ciconiidae) eingeteilt. Die von Martin Lichtstein (1780 – 1857) im Jahre 1823 beschriebene Storchen-Art, erreicht eine Standhöhe von bis zu 82 Zentimeter. Das Gewicht liegt bei etwa 1.500 Gramm.

Die Gefiederfärbung des Abdimstorches ist auf der Oberseite schwarzbraun. Je nach Sonneneinstrahlung ist ein grünlicher Glanz zu sehen. Die Bauchseite ist weiß bis creme Farben. Im Gesicht sind nackte Hautpartien auszumachen. Diese Bereiche sind rot, blau sowie rosa gefärbt, die deutlich kontrastreicher sind während der Brutzeit.

Der Abdimstorch ist stark verwandt mit dem Weißstorch sowie dem Schwarzstorch, den europäischen Arten. Jedoch ist er deutlich kleiner als diese.

Dieser Storch bildet oft große Kolonien. Zum Beispiel wurde ein mächtiger Affenbrotbaum mit 65 Nestern gesehen. Der Regenstorch lebt gern in der Nähe von Eingeborendörfern und nistet im Sudan sogar auf den Hüttendächern. Die Eingeborenen heißen die mit dem Frühjahrsregen kommenden „Regenbringer“ willkommen. Auf dem Zug begeben sich die Scharen weit südwärts bis nach Südafrika und sammeln sich während der Regenzeit Mitte November in Sambia zu unzähligen Tausenden. Sie sind sind dort zwanzigmal häufiger als unsere fast gleichzeitig dort einziehenden Weißstörche. Wo Wanderheuschrecken und andere „Schädlinge“ in Massen vorkommen, vereinigen sich die Regen- mit den Weißstörchen zu großen Scharen. Dabei räumen sie auch unter den“ Army Worms“ auf, massenhaft auftretenden Raupen einer Eulenschmetterlingsart. Die Regenstörche stöbern zudem gern Komposthaufen nach großen Larven durch, wie etwa nach denen des Nashornkäfers (Schütz,1970, 1980).

Ernst Schütz (Prof.Dr., Staatliches Museum für Naturkunde, Stuttgart): DIE STÖRCHE UND IHRE VERWANDTEN (mehrere Autoren); Seiten 207 -236 Ãœbrige Störche – Seiten 226 – 229 In: Grzimeks Tierleben, Vögel 1, Band 7


VERBREITUNGSGEBIET / LEBENSRÄUME

Verbreitungsgebiet:

Das Verbreitungsgebiet liegt in Afrika sowie in kleinen Teilen der arabischen Halbinsel. Anzutreffen sind sie von Senegal in Richtung Osten bis nach Somalia, während sie in den Wintermonaten ziehen sie in den Süden bis nach Südafrika. Kleinere Gruppen leben an der West- sowie Südküste in Jemen.

Lebensräume:

Seine Lebensräume bestehen aus steinigen und felsigen Regionen bis in Höhen von mehr als 2.100 M.ü.M.

Brutgebiete sind auf der Karte rot eingezeichnet, Überwinterungsgebiete orange.


GEFÄHRDUNG:

Von der IUCN wird der Abdimstorch als nicht gefährdet (08.2009) eingestuft.  


NAHRUNG:

Die Nahrung des Abdimstorches besteht aus verschiedenen Insekten. Dazu zählen neben Heuschrecken auch Raupen, womit sie bei den Einheimischen zu beliebten Vögeln wurden. Sie essen kein Aas.


FORTPFLANZUNG:

Mit dem Beginn der Regenzeit beginnt für die Abdimstörche auch die Paarungszeit. Nach der Paarung legt das Weibchen ihre zwei bis vier Eier in das Nest, das sich meistens in den Baumkronen befindet. Diese werden während durchschnittlich 30 Tagen bebrütet, eher die Küken schlüpfen. Bei der Geburt sind die Jungtiere nackt, was sich jedoch nach wenigen Tagen ändert. Sie werden während etwa zwei bis drei Monaten von beiden Elternteilen umsorgt, eher sie die Flügge erreichen und somit das Nest verlassen.


SYSTEMATIK:

Reich

Tiere (Animalia)

Stamm

Chordatiere (Chordata)

Unterstamm

Wirbeltiere (Vertebrata)

Klasse

Vögel (Aves)

Ordnung

Schreitvögel (Ciconiiformes)

Unterordnung

-

Überfamilie

-

Familie

Störche (Ciconiidae)

Unterfamilie

-

Gattung

Eigentliche Störche (Ciconia)

Art

Abdimstorch (Ciconia abdimii)

Unterart(en)

-

Erstbeschreiber

LICHTENSTEIN, 1823


LITERATUR:


Informationen

Autor:

Marcel Burkhard
www.foto-galaxy.ch

Autoren Email:

webmaster(at)tierlexikon.ch

Fotograf:

Peter Emmert
www.fotoemmert.de

Aufnahmeort:

Vogelpark Walsrode

Zoo Homepage:

www.vogelpark-walsrode.de