Afrika – Marabu

Leptoptilos crumeniferus

Steckbrief

Länge:

140 Zentimeter

Ernährung:

Aasfresser

Gelege:

2 - 3 Eier

Spannweite:

3 Meter

Zugverhalten:

Standvogel

Brutzeit:

30 Tage

IUCN:

nicht gefährdet

BESCHREIBUNG:

Der Afrika – Marabu (Leptoptilos crumeniferus) zählt innerhalb der Familie der Störche (Ciconiidae) zur Gattung der Marabus (Leptoptilos) . Sie erreichen eine Körperlänge von mehr als 140 Zentimeter. Nennenswert ist seine Flügelspannweite von über 3 Metern. Er zählt zu den grössten Vogelarten innerhalb der Familie der Störche.

Das Gefieder des Marabus ist schiefergrau mit grünem Glanz gefärbt. Um den Kopf trägt er ein weisses Federband. Am Hinterkopf befinden sich graue, spärlich verteilte Haare. Der Vorderkopf ist von Warzen umgeben. Am Hals befindet sich ein Kehlsack. Dieser Kehlsack wird nicht als Kropf verwendet, sondern bei der Umwerbung von Weibchen eingesetzt.


VERBREITUNGSGEBIET / LEBENSRÄUME:

VERBREITUNGSGEBIET:

Das Verbreitungsgebiet des Marabus liegt in Afrika. Es erstreckt sich von der Sahara bis nach Südafrika. Ihr Lebensraum besteht aus den offenen Savannengebieten.

LEBENSRÄUME:

Er lebt häufig in Gruppen. Sie sind vermehrt in bewohnten Gebieten zu sehen. Der Marabu wird von der Bevölkerung geschützt, da dieser ein Schädlingsvertilger ist.


GEFÄHRDUNG:

Der Bestand ist nicht gefährdet. Von der IUCN werden sie als nicht gefährdet (least concern) eingestuft. (Stand 2006)


NAHRUNG:

Marabus sind Aasfresser. Sie sind mit einem etwa 35 Zentimeter langen, äussert kräftig gebauten Schnabel, ausgestattet. Damit sind sie in der Lage, die zurück gelassenen Tiere an der Bauchdecke aufzubrechen, damit sie besser an ihre Innereien gelangen. Ihre Köpfe, die keine Federn aufweisen, sind optimal ausgestattet, um sich von Blut- sowie Fleischresten zu befreien.

Marabus sind mit den Geiern zu vergleichen. Sie schweben mit ausgespreizten Flügeln über die Landschaft und halten nach verendeten Tieren Ausschau. Neben dem Aas zählen auch Insekten sowie Kleinsäuger, Fische und verschiedene Amphibien zu ihren Vorlieben.


FORTPFLANZUNG:

Da während der Trockenzeit das Nahrungsangebot besonders hoch ist, werden die Eier in dieser Jahreszeit in die Nester gelegt. Die Brutdauer der zwei bis drei Eier beträgt rund 30 Tage. Marabus sind sogenannte "Kolonialbrüter". Nester werden auf Bäumen sowie auf Felsklippen errichtet.

Nach dem Schlüpfen werden die Jungtiere während rund vier Monaten von beiden Elternteilen versorgt. Die Geschlechtsreife erreichen sie nach drei bis vier Jahren.


SYSTEMATIK:

Reich

Tiere (Metazoa)

Stamm

Chordatiere (Chordata)

Unterstamm

Wirbeltiere (Vertebrata)

Klasse

Vögel (Aves)

Ordnung

Stelzvögel (Ciconiiformes)

Unterordnung

-

Überfamilie

-

Familie

Störche (Ciconiidae)

Unterfamilie

-

Gattung

Marabus (Leptoptilos)

Art

Afrika - Marabu (Leptoptilos crumeniferus)

Unterart

Erstbeschreiber

Lesson, 1831


LITERATUR:

               

Informationen

Autor:

Marcel Burkhard
www.foto-galaxy.ch

Autoren Email:

webmaster(at)tierlexikon.ch

Fotograf:

Peter Emmert
www.fotoemmert.de

Aufnahmeort:

Zoo Duisburg

Zoo Homepage:

www.zoo-duisburg.de