Alpenschneehuhn

Lagopus mutus

Steckbrief

Länge:

40 Zentimeter

Gewicht:

600 Gramm

Ernährung:

Samen, Insekten, Knospen

Gelege:

3 - 11 Eier

Spannweite:

60 Zentimeter

Zugverhalten:

Standvogel

Brutzeit:

20 - 22 Tage

IUCN:

nicht gefährdet

BESCHREIBUNG:

Die Gattung der Schneehühner (Lagopus) , zu der das Alpenschneehuhn (Lagopus mutus) – (Montin, 1776) gehört, zählt zur Familie der Fasanenartigen (Phasianidae). Bei einer Körperlänge von ca. 40 Zentimeter und einer Flügelspannweite von rund 60 Zentimeter, wiegen die Schneehühner um die 600 Gramm. Das Federkleid ist an die Jahreszeit angepasst. Die sogenannte „Mauser“ findet bei Männchen vier mal, bei Weibchen drei mal statt, wobei sie sich jedesmal an die neue Umgebung anpassen.

Das Winterkleid:

Im Winter ist das Gefieder der Alpenschneehühner schneeweiss, womit sie sehr gut getarnt sind und manchmal erst zu erkennen sind, wenn man kurz davor steht. Die Schwanzunterseite ist schwarz gefärbt. Weiter sind sie in Besitz eines roten Flecken, der sich direkt über dem Auge befindet. Wird es Frühling, so wird das Gefieder der Männchen bunt. Die Flügeldecken, wie auch der Hals, Kopf und Rücken, werden graubraun bis schwarz und haben beige sowie weisse Flecken. Weibchen hingegen werden in der Gesamterscheinung gelblicher. Beide Geschlechter haben Federn an den Füssen wie auch an den Beinen, die sie vor Kälte schützen sollen.

Sommerkleid:

Das Sommerkleid sieht sehr ähnlich dem Frühlingskleid, jedoch sind die weissen Bereiche im Gefieder ganz verschwunden. Nur die Unterseite der Flügel sind während dem Fluge weiss zu erkennen. Weibchen sind nicht mehr gelblich, sondern grau gesprenkelt. Sie sind wie im Winter- auch im Sommerkleid hervorragend an den Lebensraum angepasst und kaum zu erkennen. Dieser „Kleidertausch“ ist einzigartig in der Vogelwelt.

Vogelstimme:

Alpenschneehühner hören sich so an:


VERBREITUNGSGEBIET / LEBENSRÄUME:

Verbreitungsgebiet:

Wie der Name schon sagt, erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der Alpenschneehühner über die Alpen. Dazu gibt es einige Populationen in Skandinavien sowie auf Island, Schottland und Sibirien. Doch das war nicht immer so. Während der Eiszeit lebten die Schneehühner über ganz Mitteleuropa. Doch mit der globalen Erwärmung zogen sie sich in die kälteren Regionen zurück.

Lebensräume:

Anzutreffen sind sie ab einer Höhe von etwa 1.800 M.ü.M. Ihren Lebensraum begrenzt sich auf den Boden, wo sie sich in steinigem Gelände aufhalten. Zwischen durch trifft man auch mal einige Tiere an lichten Birkenwäldern, direkt an der Waldgrenze, an.


GEFÄHRDUNG:

Der Bestand in der Schweiz wird auf etwa 15.000 Tiere geschätzt. Global gesehen wird das Alpenschneehuhn von der IUCN als nicht gefährdet eingestuft.


NAHRUNG:

Die Alpenschneehühner ernähren sich hauptsächlich von Knospen sowie Samen und Beeren. Während die Alttiere ausschliesslich Vegetarier sind, ernähren sich Küken auch von Insekten, Schnecken sowie Spinnen.


FORTPFLANZUNG:

Das Alpenschneehuhn erstellt ihr Nest in flachen Mulden, zwischen Steinen, Sträuchern und Bäumen. Nach erfolgreicher Paarung legt das Weibchen zwischen drei und elf cremefarbene bis gelbliche Eier in das Nest.

Die Eier, die braune Flecken haben, werden während ca. 22 Tagen ausgebrütet. Da die Küken Nestflüchter sind, begeben sie sich direkt nach dem Schlüpfen auf Nahrungssuche. Bereits nach 10 Tagen sind sie soweit entwickelt, dass sie kurze Strecken fliegen können.

Eier eines Alpenschneehuhn:


SYSTEMATIK:

Reich

Tiere (Animalia)

Stamm

Chordatiere (Chordata)

Unterstamm

Wirbeltiere (Vertebrata)

Klasse

Vögel (Aves)

Ordnung

Hühnervögel (Galliformes)

Unterordnung

-

Überfamilie

-

Familie

Fasanenartige (Phasianidae)

Unterfamilie

Raufusshühner (Tetraoninae)

Gattung

Schneehühner (Lagopus)

Art

Alpenschneehuhn (Lagopus muta)

Unterart

  • Lagopus muta pyrenaica
  • Lagopus muta helvetica

Erstbeschreiber

MONTIN, 1776


LITERATUR:


Informationen

Autor:

Marcel Burkhard
www.foto-galaxy.ch

Autoren Email:

webmaster(at)tierlexikon.ch

Fotograf:

Marcel Burkhard
www.foto-galaxy.ch

Aufnahmeort:

Naturhistorisches Museum Bern

www.nmbe.ch