Amanogarnele

Caridina multidentata

Steckbrief

Länge:

Männchen 4 cm, Weibchen 5 cm

Ernährung:

Algen, Pflanzen, Gernelenfutter

Fortpflanzung:

Eierlegend

Brutzeit:

ca. 4 Wochen

Alter:

6 - 8 Jahren

IUCN:

Nicht gefährdet

BESCHREIBUNG:

Die Amanogarnele, Lateinisch Caridina multidentata, wird auch als Yamatonuma Garnele oder Japanische Süßwassergarnele bezeichnet. Sie lässt sich zur Unterordnung Pleocyemata und Teilordnung Caridea einordnen. Die Überfamilie ist Atyoidea. Es handelt sich um Süßwassergarnelen der Gattung Caridina. Sie gehört unter den Garnelen zu den Arten mit der einfachen Fortpflanzungsmethode an. Die erwachsenen Süßwassergarnelen leben in Flüssen mit Süßwasser, die Larven müssen jedoch im Brackwasser bei den Flussmündungen aufwachsen, bis sie wenigstens einen cm lang sind. Demnach ist eine Nachzucht im Aquarium sehr schwierig. In der Regel werden tragende Weibchen nach drei Wochen in ein zweites Becken gegeben und wenn alle Eier geschlüpft sind, werden sie zurück gesetzt, um das Nachzuchtbecken aufzusalzen. Beim Umsetzen kann viel schief gehen aber mit Glück können viele Amanogarnelen nachgezogen werden, die dann bis maximal 8 Jahre leben werden.

Diese Garnelenart ist unter Aquarianern extrem beliebt, da sie viele aber nicht alle Algenarten verzehrt und zudem auch alles andere an organischen Resten nicht verschmäht. Sind genügend Algen im Becken, sollten die Amanogarnelen nur einmal die Woche mit Spirulina Garnelenfutter gefüttert werden. Armanogarnelen sehen optisch mit ihrem grauen Grundton mit schwarzen Punkten, die sich sogar zu waagerechten Linien anordnen und dem gelben Rückenstrich recht gut aus. Sie werden mit bis zu 5 cm recht groß und können deswegen auch viele Algen verzehren. Sie sollten immer in Gruppen gehalten werden und eignen sich für Gesellschaftsbecken. Sie sind jedoch auf recht exakte Wasserwerte angewiesen. Das Wasser sollte auf 23 bis 27° Celsius aufgeheizt werden und einen PH Wert zwischen 6 und 8 PH einhalten. Temperaturen ab 16° Celsuis wären auch noch akzeptabel. Der GH Wert sollte über 20° liegen, der KH Wert über 10°. Wenn die Nachzucht der Amanogarnele recht schwer ausfällt, so kann diese Art relativ einfach gehalten werden.

Einzelnachweise:


VERBREITUNGSGEBIET / LEBENSRÄUME:

Verbreitungsgebiet:

Amanogarnelen sind ursprünglich in den Flusslandschaften im südlichen Zentraljapan beheimatet. Es kann sein, dass sie auch in anderen Regionen inzwischen ausgewildert wurden. Ansonsten werden sie weltweit in Aquarien gehalten und teils auch nachgezüchtet.

Lebensräume:

Diese Garnelenart ist auf Flüsse angewiesen, die in ein Meer auslaufen und wird demnach in Meeresnähe leben. Sie ist zudem auf gute Wasserwerte angewiesen, die zu den Flussmündungen häufig nicht mehr gut genug sind.


GEFÄHRDUNG:

Einige natürliche Lebensräume sind durch Verschmutzung gewichen, es gibt die Armanogarnelen jedoch noch in freier Natur. Sie werden zudem eifrig nachgezüchtet, da die meisten Aquarianer sie nur kaufen und nicht selber züchten. Es handelt sich um die bekanntesten Algenfresser unter den Garnelen, da sie viele Algenarten in großen Mengen verzehren und das Becken auch ansonsten sauber halten.


NAHRUNG:

Armanogarnelen fressen organische Reste und Algen, sie fressen jedoch keine Pinselalgen, grüne Punktalgen und Fadenalgen nur zum Teil. Wegen der Vorliebe für viele Algen sind sie typische Aquariumbewohner.


FORTPFLANZUNG:

Als Garnelen mit dem einfachen Fortpflanzungstyp muss das Gewässer mit Süßwasser einen nahen Anschluss zum Mehrwasser haben, die Larven wachsen im Brackwasser auf. Mit zwei Becken lassen sich die Bedingungen simulieren, eine künstliche Nachzucht ist dennoch schwierig. Die Männchen befruchten erst die Weibchen, die dann die Eier auf dem Nacken tragen. Diese Weibchen werden in der Natur in Brackwassernähe nach ca. vier Wochen die Laven schlüpfen lassen, die sich Flussabwärts tragen lassen. In Aquarienhaltung werden die eiertragenden Weibchen nach drei Wochen in ein zweites Becken gesetzt und nachdem alle Eier geschlüpft sind, werden sie zurück gesetzt, um das bereits eingefahrene Nachzuchtbecken aufzusalzen. Erreichen sie einen cm Länge kann der Salzgehalt reduziert werden um sie nun in das Süßwasserbecken zu den Eltern umzusetzen. Beim Umsetzen können viele Tiere verenden.


SYSTEMATIK:

Reich

Tiere (Animalia)

Stamm

Gliederfüsser (Arthropoda)

Unterstamm

Krebstiere (Crustacea)

Klasse

Höhere Krebse (Malacostraca)

Ordnung

Zehnfusskrebse (Decapoda)

Unterordnung

Pleocyemata

Überfamilie

Atyoidea

Familie

Süsswassergarnelen (Atyidae)

Unterfamilie

Atyinae

Gattung

Caridina

Art

Amanogarnele (Caridina multidentata)

Unterart

Erstbeschreiber

STIMPSON, 1860


LITERATUR:


Informationen

Autor:

Robert Brungert
www.wirbellosen-aquarium.de

Fotograf:

Heiko Fröhlich
www.wirbellosen-aquarium.de