Eremit

Osmoderma eremita

Steckbrief

Länge:

23 - 39 Millimeter

Ernährung:

Laubbaummull, Saprophytisch

Fortpflanzung:

Eierlegend

Alter:

M: 2-3 Monate, W: bis 3 Jahre

IUCN:

beinahe gefährdet

BESCHREIBUNG:

EINLEITUNG:

Gegen den Bahnhofneubau „Stuttgart 21“ protestierten Tausende wegen der vorausichtlich erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt. Eine große Rolle spielte dabei, neben anderen existenzgefährdeten Tieren, der Juchtenkäfer, dessen als Existenz gefährdet gilt, neben anderen gefährdeten Tieren wie z.B. den Fledermäusen im Stuttgarter Schlossgarten. Hierüber informierte die Presse, das ZDF und der SWR im Jahr 2011 und 2012 ausführlich. Als Beispiel sei die Welt.online (2012) und die Stuttgarter Zeitung.de ( 2012) zitiert. Namensgebend ist,dass dieser Käfer einen Duft ausströmt, der an den Duft von Juchtenleder oder Aprikose erinnert. Ein Eremit, ist einer,der zurückgezogen und einsiedlerisch lebt. Der Name wurde auf den Käfer übertragen,weil er in Baumhöhlen,die er nie verlässt, lebt (MUGV Brandenburg ,2012; Wikipedia,a 2012). Die Taz.de (2011 und 2012) berichtete,dass das Verwaltungsgericht entschied, dass die Bauarbeiten gestoppt werden müssen.

BESCHREIBUNG:

Der große dunkelfarbene Käfer hat einen schwachen metallischen Glanz. Die Weibchen sind um ein Geringes größer als die Mänchen. Die habkugelförmigen Augen sind groß und fallen deshalb auf. Wie eingangs schon mitgeteilt, verströmen die Juchtenkäfer einen deutlichen Ledergeruch (Insektenbox:Eremit,2012). Eine detailierte Anatomie und Schilderung der Biologie findet sich bei Wikipedia (2012), sodass hier nicht näher darauf eingegangen wird. Google.de (2012) zeigt zahlreiche anschauliche Bilder dieses Käfers. Eine umfassende Bechreibung dieses Eremiten publizieren Stegner, Strzelcyk und Marschei (2012).


VERBREITUNGSGEBIET / LEBENSRÄUME:

VERBREITUNGSGEBIET:

Er ist selten, kommt aber überall vor allem in Europa (nach dem Bund – Naturschutz.de, 2012 nur dort), aber auch in Vorder-und Ostasien, im Osten der USA sowie in Spanien und Schweden vor.

 

LEBENSRÄUME:

Außer den im Steckbrief angegebenen Brutbäumen gelten Nadelbäume, z. B. die Eibe und die Griechische Tanne (Abies cephalonica) als bevorzugte Standorte. Dieser Käfer kommt weltweit vor und lebt lebenslang in Baumhöhlen, auch in u.a. Parks, Friedhöfen und Obstgärten. Näheres teilt Wikipedia, (2012) und Totholz.ch (2012) mit.


GEFÄHRDUNG:

Als Beispiel zahlreicher Mittteilung (siehe Einleitung!) über die Gefährdung dieses seltenen Eremiten soll die Badische Zeitung.de vom 4. November 2011 zitiert werden. Die Staastanwaltschaft Stuttgart stelllte nach Baumfällerei für das Bahnprojekt Stuttgart 21 Strafbefehl gegen 3 Männer, die gegen das Bundesnauturschutzgesetz verstoßen haben sollen. Die Männner hätten ein Platana im Schlossgarten gefällt, wohl wissend, dass sie damit den streng geschützten Juchtenkäfer schädigen können. Den Baumfällern wurde eine mehrjährige Haftstrafe angedoht.


NAHRUNG:

Dieser Ermit lebt von verrottendem Material im Baumhöhlen,dem Mulm (Wikipedia a und b,2012).


FORTPFLANZUNG:

Der typische Duft der Männchen ist bis einem Kilometer weit wirksam und locken die Weibchen in ihre Baumöhle. Nach der Paarung legt das Weibchen 20 bis 80 Eier in den Baummull,von dem sich die Larven ernähren,in dem Baummull der Höhle ab. Der Larven Entwicklung währt 3 bis 4 Jahre. Die dann vollständig entwickelten Käfer schlüpfen von Ende Juni bis September. Eremiten werden erst ab etwa 25 Grad flugaktiv, sind aber ausgesprochen flugträge und legen Entfernungen von höchstene 2 Kilometer nur zur Suche nach einen neuen Brutbaum zurück (Bund - Naturschutz.de (2012).


SYSTEMATIK:

Reich

Tiere (Metazoa)

Stamm

Gliederfüsser (Athropoda)

Unterstamm

Sechsfüsser (Hexapoda)

Klasse

Insekten (Insecta)

Ordnung

Käfer (Coleoptera)

Unterordnung

Polyphaga

Überfamilie

-

Familie

Blatthornkäfer (Scarabaeidae)

Unterfamilie

Rosenkäfer (Cetoniida)

Gattung

Osmodera

Art

Juchtenkäfer (Osmoderma eremita)

Unterart

Erstbeschreiber

Scopoli, 1763


LITERATUR:

           

Informationen

Autor:

Dr. med. vet. P. Schneider
www.dr-peter-schneider.de

Autoren Email:

info(at)dr-peter-schneider.de